31.05.2017

10 Jahre Fernstudiengang „Architektur und Umwelt": Hochkarätige internationale Experten bei Symposium in Wismar

Zum Thema „Future of Green Architecture“ referierten am Freitag, den 19.5.2017 acht hochkarätige Architekten aus sechs Ländern vor über zweihundert Gästen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des berufsbegleitenden Master-Fernstudiengangs „Architektur & Umwelt“ an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar und der WINGS GmbH, dem bundesweiten Fernstudienanbieter, lud letztere zum internationalen Symposium nach Wismar.

Die Inhalte der Vorträge beschäftigten sich z. B. mit „Circle Economy“, „Waterscapes of the Future“, „Robotic Built Environment“ und „Future Ecodesign“.

Den Startschuss gab Prof. Ton Matton, Professor der TU Linz zum Thema „Raising Architecture“. Der ehemalige Gastprofessor der Fakultät Gestaltung rief in seinem provokanten Vortrag zum „Zweifeln“ im Umgang mit Technologien, Lebensformen und Konsumverhalten auf: „Studenten müssen wieder lernen zu denken und zu zweifeln. Wir sind keine Sklaven der Technologie.“ Innovativ und hoch informativ ging es weiter. Prof. Herbert Dreiseitl sprach über „Waterscapes of the Future“ und forderte ein Umdenken über multifunktionale Städte, die flexible Nutzungen erlauben und Wasser als Mittel zur Schaffung symbiotischer Lebensräume nutzen. Mit „Mobilitätsmythen“ räumte Prof. Hermann Knoflacher auf. Er forderte eine radikale Abkehr vom Denken und Planen für Autos in unseren Städten: „Ohne Autos hätten unsere Städte über 70 % mehr Fläche gewonnen.“ Als ein weiteres Highlight des Tages muss der Vortrag des dänischen Architekten und Gründer der Lendager Group gelten. Anders Lendager möchte „die Welt von morgen mit dem Müll von gestern gestalten“ und baut Gebäude, die aus recyceltem Material alter Bauten bestehen. Sein Traum von einem „Wasteland“ könnte dazu beitragen, 70 % des CO2-Ausstosses auf der Welt einzusparen. Als warnendes Beispiel nannte er China, das auf konventionelle Weise mit dem Verbau von Beton in drei Jahren mehr Beton verbraucht hat, als die USA in den letzten 20 Jahren. Zum Abschluss sprach der malaysische Star-Architekt Ken Yeang über „Future Ecodesign“. Der Professor an der University of Illinois wurde von der britischen Tageszeitung „The Guardian“ zu einem der „50 Menschen ernannt, die die Welt retten könnten“. Seine Ideen zur Verschmelzung von Hightech- und Bio-Prinzipien entließen die Zuhörer in einen warmen Frühlingsabend, der unter freiem Himmel den passenden Ausklang fand.

Bei Fragen zum Symposium wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Martin Wollensak (E-Mail: martin.wollensak@hs-wismar.de) und/oder Milesa Jevtic, Studiengangskoordinatorin (E-Mail: m.jevtic@wings.hs-wismar.de).Text: WINGS-Fernstudium/André Senechal

 

Veröffentlicht von Sabrina Lampe